Ernährung des zu schweren Hundes

Aktualisiert: 18. November 2018
Das Wichtigste in der Kurzzusammenfassung.
  • Wie auch bei Menschen ist auch bei Hunden eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung eine wichtige Voraussetzung für ein gesundes Gewicht

  • Ernährung, Auslauf und Erziehung spielen allesamt eine wichtige Rolle bei der Gewichtsreduktion

  • Hunde, die abnehmen müssen, müssen nicht hungern – Diätfutter und gesunde Snacks als Alternative

Mops auf Waage

Wie das Herrchen, so der Hund?

Es gibt viele Anekdoten rund um die Ähnlichkeiten zwischen Hundebesitzern und ihren felligen Lieblingen. Doch allen Spaß beiseite, so haben Mensch und Vierbeiner vor allem eines gemeinsam: Ohne eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung steigt das Körpergewicht. Dies kann schlimmstenfalls zu weiteren gesundheitlichen Folgen führen und die Lebenserwartung eines Hundes drastisch verkürzen.

Folgen von Übergewicht bei Hunden:
– Lustlosigkeit/Trägheit
– Atemnot
– Leberverfettung
– erhöhtes Schlaganfallrisiko
– Gelenkprobleme

Übergewicht bei Hunden sollte man als verantwortungsbewusster Tierbesitzer also unbedingt ernst nehmen. Doch was kann man tun, wenn der Vierbeiner zur Moppeligkeit neigt und wie kommt es überhaupt dazu?

Die Ursachen

Wie auch bei uns Menschen ist jeder Hund in seinem Körperbau und Stoffwechsel individuell und hat eine dementsprechende Veranlagung zur Gewichtsverteilung. Einige Rassen wie zum Beispiel Labrador Retriever, Golden Retriever, Dackel, Cockerspaniel oder Collies neigen außerdem bereits von Natur aus dazu einige Pfunde mehr einzuspeichern, hier ist als Besitzer also besondere Aufmerksamkeit gefordert.
Dazu kommen weitere Umstände und Faktoren wie z.B. dass viele Hunde in der kalten Jahreszeit naturgemäß etwas an Gewicht zulegen oder dass ältere Hunde schneller Kilos zulegen, da sie sich nicht mehr so viel bewegen wie jüngere Hunde.
Aller guten Gründe zum Trotz gilt jedoch: Überschreitet der Hund dauerhaft ein Gewicht, dass mehr als zehn Prozent über seinem Idealgewicht liegt, leidet er eindeutig unter Übergewicht und es sollten Maßnahmen seitens des Halters ergriffen werden.
Bei Unsicherheiten kann der Tierarzt darüber Auskunft geben, ob bei einem Hund Übergewicht vorliegt.
Möchte man jedoch von Beginn an vermeiden, dass es zu Übergewicht kommt, gibt es einige Dinge, die man als Halter beachten kann.

Alles beginnt bereits bei der Erziehung

Gerade bei den oben genannten, als eher verfressen geltenden Hunden, aber auch im Allgemeinen, sollte man daher von Anfang an bei der Erziehung auf ein gesundes Fressverhalten achten. Dazu gehört es auch, dass der Hund das Futter im Napf erst anrührt wenn Herrchen oder Frauchen es ihm erlauben. Das trägt nicht nur zur Stärkung der Rangordnung innerhalb des Rudels, also der Familie, bei, sondern ist auch beim Spazierengehen draußen eine große Hilfe.
Hat der Hund nicht gelernt, Futter nur auf Kommando aufzunehmen, kann der Gassigang schnell zur Schlemmerorgie werden. Weggeworfene Fastfood-Reste oder Pausenbrote verschwinden dann schneller im Hundemagen als Herrchen Stopp sagen kann – was im schlimmsten Fall nicht nur eine Gewichtszunahme, sondern zum Beispiel bei Schokolade auch schwerwiegende gesundheitliche Probleme zur Folge haben kann.
Ebenso sollte man dem Hund bereits von klein auf das Betteln am heimischen Esstisch abgewöhnen. Dies schont nicht nur die Nerven der Anwesenden, sondern auch den Magen des Tieres.

Vorsicht bei der Snack-Wahl

Viele der Dinge, die wir Menschen gerne essen, sind nämlich für Hunde absolut ungeeignet. Sie sind entweder zu stark gewürzt oder enthalten Stoffe, die für Bello alles andere als gut verträglich sind. Und auch wenn sich der Hund außerordentlich über die Mortadella vom Tisch freut und sie mit Heißhunger verschlingt – gesund ist das leider nicht.
Ebenso sollte man beim Kauf von Futter und Leckereien stets ein Auge auf die Inhaltsstoffe haben.
Viele Futtersorten und Snacks enthalten leider oftmals Zusätze und vor allem Zucker, welche für den Hund eigentlich absolut unnötig sind. Und auch hier unterscheidet sich der Hund wieder nicht viel von uns Menschen – zuviel Zucker schlägt sich mit Vorliebe auf den Hüften nieder.
Leckerlies sollten daher stets nur mit Bedacht gefüttert werden und nach Möglichkeit zuckerfrei sein.
Aber auch wenn der Vierbeiner einige Kilos verlieren soll, muss er beim Training und zwischendurch nicht unbedingt auf Leckereien verzichten. Es kommt lediglich darauf an, was er bekommt. Wenn sie dem Hund schmecken und er keine Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Lebensmitteln hat, bieten sich nämlich auch noch weitere, gesunde und gewichtsschonende Snacks an.

Gesunde Snack-Alternativen für Hunde:
– Gurkenscheiben
– Karottenstücke
– Apfelspalten
– selbstgebackene Hundekekse ohne Zucker und Zusätze
– Magerquark

Mit all diesen Dingen kann man seinem vierbeinigen Liebling eine Riesenfreude machen und gleichzeitig das Gewicht reduzieren.

Bewegung ist das A und O

Gerade junge Hunde, aber auch erwachsene Vierbeiner, toben und spielen gerne mit ihren Menschen oder anderen Artgenossen. Bei besonders sportlichen Rassen wie zum Beispiel Huskies oder Jagdhunden ist dieses Bedürfnis sogar noch ausgeprägter. Daher sollte man unbedingt darauf achten, dass der Hund genügend Auslauf bekommt und sich regelmäßig beim Spielen auspowern kann, Das Apportieren von Frisbees oder Bällen ist hier eine Option, eine andere Alternative ist selbstverständlich auch das Herumtollen mit anderen Hunden. Dies sorgt nicht nur für einen ausreichenden Energieverbrauch, sondern stärkt auch gleichzeitig das Sozialisierungsverhalten des Hundes.

Hunde auf Diät müssen nicht hungern

Sollte trotz aller Bemühungen die Waage beim Tierarzt immer noch zuviel anzeigen, so kann auch eine temporäre Futterumstellung die Lösung sein. Hier empfiehlt der Tierarzt ein spezielles Diätfutter, welches der Hund anstatt seines bisherigen Futters gefüttert bekommt, bis sich sein Gewicht wieder normalisiert hat. Von diesem Futter darf der Hund meist die übliche Menge bekommen, damit sich sein Magen füllt und er ein Sättigungsgefühl verspürt. Also keine Sorge, nur weil der Freund auf vier Pfoten auf Diät gesetzt wird, muss er noch lange keinen Hunger leiden.
Das Diätfutter ist dabei jedoch weit weniger gehaltvoll als normales Hundefutter, der Vierbeiner nimmt dementsprechend weniger Kalorien zu sich und nimmt langfristig ab.
Solche und andere Futterumstellungen sollte man am besten immer mit dem Tierarzt besprechen, um mögliche Probleme oder Unverträglichkeiten auszuschließen.

Sorgt man mit diesen Tipps also für ein gesundes Fressverhalten, eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung, kann der wuschelige Vierbeiner mit idealem Gewicht noch bis ins hohe Alter vital unterwegs sein.

Inhaltsverzeichnis
  1. Wie das Herrchen, so der Hund?
  2. Die Ursachen
  3. Alles beginnt bereits bei der Erziehung
  4. Vorsicht bei der Snack-Wahl
  5. Bewegung ist das A und O
  6. Hunde auf Diät müssen nicht hungern
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