8 Mythen der Hunde Ernährung

Aktualisiert: 3. November 2018

Rund um die Hundeernährung kursieren sehr viele unterschiedliche Mythen, die meistens nicht wahr sind. Deshalb gilt es für den Hundebesitzer, diese am besten genauer unter die Lupe zu nehmen. Nun stellt sich nämlich die Frage, was davon wirklich stimmt und was nicht.

Mann füttert Beagle

1. Diverse Arten von Hundefütterungen dürfen nicht gemischt werden

Dieser Mythos ist auf alle Fälle falsch. Es stimmt zwar, dass diverse Futterkomponenten und unterschiedliche Futtersorten nicht dieselben Verdauungszeiten haben, trotzdem spielt nicht nur der Prozess der Verarbeitung hierbei eine wichtige Rolle. Pflanzliche Komponenten haben zum Beispiel andere Verdauungszeiten, als tierische. Außerdem gibt es weitere Faktoren, die bei den Zeiten für die Verdauung eine Rolle spielen. Dass also die Futterkomponenten zu unterschiedlichen Zeiten verdaut werden, hat auf den gesunden Ablauf der Aktivitäten in der Verdauung keinerlei Einfluss. Wer möchte, kann daher Trockenfutter mit Nassfutter kombinieren. Wichtig ist immer, auf die Qualität der Nahrung zu achten, sowie auf die individuelle Konstitution des Vierbeiners.

2. Ein Hund benötigt keine Kohlenhydrate

Diese Behauptung ist grundlegend falsch. Kohlenhydrate spielen bei einem Hund in der Ernährung nämlich eine wichtige Rolle. Dadurch werden die Ballaststoffe für die Darmbakterien des Hundes geliefert. Diese sind wichtig für die Gesundheit, bzw. auch maßgeblich an Erkrankungen des Hundedarmes beteiligt. Nur so bleibt die Darmflora intakt. Zudem liefern die Kohlenhydrate viel Energie. In großen Mengen können allerdings Energielieferanten, wie zum Beispiel Fette zu einer Erkrankung führen, wenn es zu viel wird. Gesund ist also nur eine ausgewogene Mischung von allen Komponenten.

3. Ein Hund braucht viel Fleisch

Dass ein Hund bei der Ernährung besonders viel Fleisch benötigt, ist eine falsche Behauptung. Es handelt sich dabei zwar um eine wichtige Nahrungskomponente, trotzdem gilt der Hund quasi als Allesfresser, der sich auf Fleisch spezialisiert hat. Auch Fette und Kohlenhydrate dienen für die Energiegewinnung und liefern Proteine. Erwachsene Hunde haben einen geringeren Proteinbedarf, als zum Beispiel Welpen oder Junghunde. Wird ein Hund körperlich besonders stark beansprucht, benötigt er zusätzliche Proteine für die Neubildung der Muskeln.
In einer Ration darf der Anteil von Fleisch bei ca. 50 %, bzw. der Hälfte liegen. So wird auch der Bedarf an Proteinen gut gedeckt. Die Qualität des Fleisches sollte hochwertig sein. Dies ist besonders bei einer Roh-Fütterung wichtig. Hat das Fleisch eine schlechte Qualität, ist es oftmals mit Keimen belastet. Dadurch kann der Hund Probleme bekommen.

4. Keine Aktivität nach dem Fressen

Dass der Hund nach dem fressen nicht aktiv sein sollte, stimmt. So kann die Verdauung gut funktionieren. Deshalb sollte dem Hund eine Ruhepause nach dem Futter gegönnt sein, die ein bis 2 Stunden dauert. Dies hängt mit dem vegetativen Nervensystem zusammen. Die Verdauung kommt nur dann richtig in Gang, wenn der Hund wirklich Ruhe hat. Auch die Gefahr der Magendrehung besteht.

5. Immer das gleiche Futter?

Hunde sollten nicht, entgegen vieler Behauptungen immer dasselbe fressen. Ein Hund lernt im jungen Welpenalter diverse Komponenten in Bezug auf das Futter zu akzeptieren oder zu mögen. Es wird schwierig, dem Hund andere Futtersorten schmackhaft zu machen, bzw. neue Komponenten in die Ernährung einzubauen, wenn der Hund von Kindesbeinen an nur immer dasselbe Futter erhalten hat. Bei Erkrankungen wird es dann besonders kompliziert. Kommen frische Nahrungsmittel für den Hund zum Einsatz, sollten diese unbedingt aus unterschiedlichen Komponenten bestehen. Deshalb gilt eine abwechslungsreiche Ernährung für den Hund als besonders ratsam.

6. Dem Hund keine Essensreste füttern

Es ist nicht schlecht, einem Hund die Reste vom Essen als Hundefutter zu geben. Ausschlaggebend sind hierbei wiederum die Ernährung des Menschen und die Reste von diesem Essen. Reste aus dem menschlichen Kochtopf sind deshalb willkommen. Voraussetzung dafür ist natürlich eine ausgewogene und gesunde Ernährung des Menschen. Es gibt nur wenige Nahrungsmittel, die sich überhaupt nicht für Hunde eignen.

7. Hat rohes Fleisch eine höhere Verdaulichkeit?

Rohes Fleisch hat für den Hund keine höhere Verdaulichkeit, als gekochtes Fleisch. Die Verdaulichkeit von gekochtem oder rohem Fleisch hält sich immer die Waage.

8. Vegetarische Ernährung des Hundes ist möglich

Dieser Mythos stimmt, obwohl es viele nicht als wahr gelten lassen wollen. Eine vegetarische Ernährung des Hundes ist durchaus möglich. Manche Erkrankungen des Hundes machen eine solche Vorgehensweise sogar notwendig. Bei der vegetarischen Ernährung des Vierbeiners muss unbedingt auf genügend Nährstoffe geachtet werden. Der Hund muss allerdings nicht fleischfrei ernährt werden, solange der Mensch Fleisch ist.

Wie finden Sie diesen Beitrag?
0
0
 

Noch kein Erfahrungsbericht vorhanden.

Helfen Sie anderen Besuchern und hinterlassen Sie den ersten Erfahrungsbericht zum Thema.

Submit a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Neuen Kommentar verfassen

Ähnliche Beiträge im Bereich Hundefutter